Schiller biblio 2014 jb 2015
nicolai riedel in zusammenarbeit mit herman moens marbacher schiller- bibliographie internationales referenzorgan zur forschungs- und wirkungsgeschichte Vorwort Im Vergleich zu den vorangegangenen Jahren in deren Verlauf die presse- und publikumswirksamen Dichterjubil? en gefallen sind zeigt sich die Schiller-Bibliographie für das Berichtsjahr in einer besonders schlanken Gestalt Betrachtet man ihr Volumen zurückgerechnet auf die Jahrzehnte seit ihrer Gründung so kommt man auf einen Wert der immer noch im Bereich des Durchschnittlichen liegt Es besteht also kein Grund zur Beunruhigung und zur Mutma? ung das Interesse an Schillers vielschichtigen Werken habe weltweit nachgelassen Der geringere Umfang der Bibliographie ist auch darauf zurückzuführen dass die internationale Schiller-Forschung nach ihren grandiosen H? hen ügen zwischen den Jahren und nun erst einmal eine sch? pferische Atem- und Verschnaufpause braucht um innovative methodische Zugri ?e entwickeln zu k? nnen und erkenntnisf? rdernde Interpretationsideen reifen zu lassen insbesondere was interdisziplin? re und komparatistische Aspekte der Werkanalyse betri ?t Die Dramen mit ihren europahistorischen Quellen die Gedichte und Balladen mit ihrem ethischen Ansinnen und die ? sthetischen Schriften mit ihren philosophischen Implikationen bergen immer noch ?Zündsto ? für forschungskritische Re exionen und für Betrachtungen aus einer ver? nderten Mikroskopie in einem sich wandelnden historischen Kontext Solche neuen Grundlegungen brauchen das lehrt uns die Geschichte der Germanistik oftmals gr? ? ere Zeitspannen Es darf aber auch nicht übersehen werden dass sich die Forschungsareale in den Literaturwissenschaften kontinuierlich ver? ndert haben L? ngst steht nicht mehr ein einzelner Autor mit seinem Werk im Mittelpunkt des hermeneutischen Interesses Viel h? u ?ger sind es transkulturelle Horizonte in die eine literarische Quelle projiziert oder integriert wird wobei der Autor in den Hintergrund rückt oder vorübergehend ganz aus dem Analyseprozess verbannt wird Die analytische Punk- Bereitgestellt von De Gruyter TCS Angemeldet Heruntergeladen am C nicolai riedel tualit? t der traditionellen germanistischen Philologie die den Bibliographen mit einem einfachen Werkzeugkasten auskommen lie? gibt es nur noch in wenigen Dom? nen und auch dort schon im Rückgang begri ?en In der Auslandsgermanistik ist das Ph? nomen der autorzentrierten Einzelwerk- Analyse noch h? u ?ger als im deutschsprachigen Raum anzutre ?en was aber oftmals an den infrastrukturellen Rahmenbedingungen liegt Bibliothekslandschaft Forschungsumgebung und nicht so sehr am individuellen Erkenntnisinteresse der Forschenden Bei der Durchsicht von ann? hernd Inhaltsverzeichnissen ?schillerverd? chtiger Monographien und Kongress-Schriften aus nahezu allen Disziplinen der Geistesund Kulturwissenschaften hat sich gezeigt dass Autor und Werk durchaus in einer Metaebene oszillieren und dass sie eine referenzielle Wertsch? tzung erfahren dass ihnen aber keine eigenst? ndigen Kapitel oder Abschnitte einger? umt werden und wenn doch dann ohne eine Zwischen-Überschrift in der der Name Schiller erscheint oder reduziert auf so wenige Seiten dass das Aufnahmekriterium für die Bibliographie mindestens bis Druckseiten nicht erfüllt wird In den Personenregistern der herangezogenen Abhandlungen ist Schiller pr? sent allerdings verstreut auf viele Seiten aber in den Inhaltsverzeichnissen wird er dann zum seltenen Gast Wollte man nun alle jene Untersuchungen berücksichtigen in denen Schiller im Personenregister ?guriert oder in den Fu? noten-Apparaten zitiert wird und würde man die zahllosen exkurshaften Mini-Kapitel vieler Studien
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- Publié le Fev 04, 2022
- Catégorie Geography / Geogra...
- Langue French
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